Sind Batterien nach dem Haltbarkeitsdatum noch brauchbar?

Meist ja, aber mit reduzierter Kapazität und höherem Auslaufrisiko. Das aufgedruckte Datum ist kein Verfallsdatum, sondern eine Zusicherung des Herstellers, dass die Zelle bis dahin einen Großteil ihrer Nennkapazität behält. Danach verliert sie langsam weiter Energie, wird aber nicht schlagartig unbrauchbar.

Grobe Orientierung zur Lagerfähigkeit ab Produktion:

  • Lithium-Zellen (CR, FR): am längsten, häufig zehn Jahre und mehr
  • Alkaline: mehrere Jahre bis rund ein Jahrzehnt, je nach Baugröße
  • Zink-Kohle: deutlich kürzer
  • NiMH-Akkus: kein Haltbarkeitsdatum im selben Sinne, entscheidend sind Ladezyklen und Lagerbedingungen

Wo Sie abgelaufene Batterien trotzdem nicht einsetzen sollten: in Rauchmeldern, Notfallgeräten, medizinischen Geräten und überall dort, wo ein Ausfall Folgen hat. Und in teuren Geräten, die Sie nicht durch eine auslaufende Zelle riskieren wollen.

Sichtprüfung vor dem Einsetzen: Zellen mit Verfärbungen, Ausblühungen, aufgewölbtem Mantel oder feuchtem Film gehören nicht ins Gerät, sondern in die Sammelbox.

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