Fragen zu Batterien und Knopfzellen
Die Typbezeichnung steht auf der Zelle selbst. Nehmen Sie die alte Knopfzelle heraus und lesen Sie den Aufdruck, zum Beispiel CR2032 oder LR44. Genau dieser Typ gehört wieder hinein. Ist der Aufdruck unleserlich, hilft die Bedienungsanleitung des Geräts oder ein Blick in das Batteriefach, wo der Typ häufig eingeprägt ist.
Die Zahlen sind keine Artikelnummern, sondern Maßangaben. Bei vierstelligen Bezeichnungen geben die ersten beiden Ziffern den Durchmesser in Millimetern an, die letzten beiden die Höhe in Zehntelmillimetern. Eine CR2032 misst also 20 mm im Durchmesser und 3,2 mm in der Höhe.
Drei Punkte, die in der Praxis am häufigsten schiefgehen:
- Spannung beachten. Lithium-Knopfzellen (CR) liefern 3 Volt, Alkaline-Knopfzellen (LR/AG) 1,5 Volt. Diese Typen sind nicht gegeneinander austauschbar.
- Höhe beachten. Eine flachere Zelle passt zwar mechanisch ins Fach, hat aber oft keinen sicheren Kontakt und fällt früher aus.
- Mehrfachnamen. Dieselbe Zelle trägt je nach Hersteller mehrere Bezeichnungen. AG13, LR44 und LR1154 bezeichnen dieselbe Bauform.
Wenn Sie unsicher sind, welcher Typ in Ihren Geräten steckt, ist ein sortiertes Set die pragmatische Lösung. MediaRange bietet Knopfzellen-Sets sowohl in Alkaline (AG3, AG4, AG10, AG13) als auch in Lithium (CR2016, CR2025, CR2032, CR2450) an.
Alle drei haben 20 mm Durchmesser und 3 Volt, sie unterscheiden sich nur in der Höhe und damit in der Kapazität. CR2032 ist 3,2 mm hoch, CR2025 ist 2,5 mm hoch, CR2016 ist 1,6 mm hoch. Je höher die Zelle, desto mehr Energie passt hinein und desto länger läuft das Gerät.
| Typ | Durchmesser | Höhe | Spannung | Typische Kapazität |
|---|---|---|---|---|
| CR2032 | 20 mm | 3,2 mm | 3 V | ca. 210–230 mAh |
| CR2025 | 20 mm | 2,5 mm | 3 V | ca. 150–170 mAh |
| CR2016 | 20 mm | 1,6 mm | 3 V | ca. 85–100 mAh |
Sind sie gegeneinander austauschbar? Technisch passt eine flachere Zelle in ein Fach, das für eine höhere ausgelegt ist, elektrisch spricht ebenfalls nichts dagegen. Praktisch raten wir davon ab: Der Kontaktdruck reicht oft nicht aus, das Gerät setzt bei Erschütterung aus, und die Laufzeit sinkt bei CR2016 statt CR2032 auf etwa die Hälfte. Umgekehrt gilt die harte Regel: Eine höhere Zelle darf niemals mit Gewalt in ein zu flaches Fach gedrückt werden.
Setzen Sie im Zweifel den Typ ein, den der Gerätehersteller vorgibt. MediaRange führt alle drei Größen einzeln sowie im sortierten Lithium-Set.
Die Buchstaben stehen für die Chemie im Inneren der Zelle, nicht für den Hersteller. C bedeutet Lithium-Mangandioxid, L bedeutet Alkali-Mangan, S bedeutet Silberoxid. Der zweite Buchstabe R steht für die runde Bauform. AG ist keine offizielle IEC-Bezeichnung, sondern ein im Handel verbreiteter Kurzcode.
| Kürzel | Chemie | Spannung | Typisch für |
|---|---|---|---|
| CR | Lithium-Mangandioxid | 3,0 V | Autoschlüssel, Mainboards, Fitnesstracker, Fernbedienungen |
| LR | Alkali-Mangan | 1,5 V | Taschenrechner, Spielzeug, Laserpointer, Küchenwaagen |
| SR | Silberoxid | 1,55 V | Armbanduhren, Messgeräte |
| AG | Handelscode für LR-Typen | 1,5 V | identisch zur jeweiligen LR-Zelle |
Wichtig für die Praxis: CR und LR sind nicht gegeneinander austauschbar, weil sich die Spannung verdoppelt beziehungsweise halbiert. LR und SR haben dagegen dieselbe Bauform und lassen sich meist tauschen. Silberoxid hält die Spannung über die Laufzeit konstanter und ist deshalb in Uhren verbreitet, Alkaline ist günstiger und für Geräte mit unkritischer Spannungsversorgung die wirtschaftlichere Wahl.
MediaRange führt Knopfzellen in Lithium (CR) und Alkaline (LR/AG).
Weil es eine offizielle Norm-Bezeichnung, mehrere Hersteller-Bezeichnungen und einen Handels-Kurzcode nebeneinander gibt. LR44 ist der IEC-Name, AG13 der Handelscode, LR1154 eine alternative Normschreibweise. Alle drei bezeichnen dieselbe Alkaline-Zelle mit 11,6 mm Durchmesser, 5,4 mm Höhe und 1,5 Volt.
Ein wichtiger Unterschied, der im Handel häufig verwischt wird: Die Nummern 357 und SR44 stehen für die Silberoxid-Variante derselben Bauform mit 1,55 Volt, nicht für die Alkaline-Version. Bauform und Abmessungen sind identisch, die Chemie und das Entladeverhalten sind es nicht. In einer Quarzuhr oder einem Messgerät ist die Silberoxid-Zelle die bessere Wahl, in einem Laserpointer oder Spielzeug reicht Alkaline.
Gängige Gleichsetzungen im Überblick:
- AG13 = LR44 = LR1154 = A76 (alle Alkaline, 1,5 V)
- AG10 = LR54 = LR1130 = 189 (alle Alkaline, 1,5 V)
- AG4 = LR626 = LR66 (Alkaline, 1,5 V)
- AG3 = LR41 = LR736 (Alkaline, 1,5 V)
Wenn auf Ihrer alten Zelle eine Nummer steht, die Sie nicht zuordnen können, orientieren Sie sich an Durchmesser und Höhe. Die Maße entscheiden, nicht der Name.
Alkaline für alles, was regelmäßig oder mit hohem Strom läuft, Zink-Kohle nur für sehr sparsame Geräte. Alkaline-Batterien liefern je nach Baugröße ein Mehrfaches der Kapazität einer Zink-Kohle-Zelle und brechen unter Last deutlich weniger ein. Der Preisunterschied pro Zelle ist gering, der Unterschied in der Laufzeit ist es nicht.
| Zink-Kohle (R03/R6) | Alkaline (LR03/LR6) | |
|---|---|---|
| Kapazität | niedrig | deutlich höher |
| Verhalten unter hoher Last | Spannung bricht schnell ein | stabil |
| Lagerfähigkeit | kürzer | länger |
| Sinnvoll für | Wanduhren, einfache Fernbedienungen, Türgongs | Spielzeug, Taschenlampen, Funkmäuse, Blutdruckmessgeräte, Kameras |
Als Faustregel: Wenn Sie die Batterie in einem Gerät mit Motor, Display, Funk oder Licht einsetzen, nehmen Sie Alkaline. Wenn das Gerät jahrelang mit derselben Zelle läuft und nur Milliampere zieht, ist Zink-Kohle vertretbar.
MediaRange führt beide Varianten: Premium Alkaline in AAA, AA, C, D, 9V sowie Super Heavy Duty in Zink-Kohle für AAA und AA.
Bei Kälte, bei hohem Strombedarf und überall dort, wo ein Batteriewechsel aufwendig ist. Lithium-Rundzellen halten die Spannung länger stabil, funktionieren bei Minusgraden zuverlässig, sind leichter als Alkaline und haben eine sehr lange Lagerfähigkeit. Dafür kosten sie pro Zelle mehr.
Typische Anwendungen, in denen sich der Aufpreis rechnet:
- Wildkameras und Außensensoren. Alkaline verliert bei Frost stark an Kapazität, Lithium kaum.
- Rauchmelder und Alarmanlagen. Lange Standzeiten ohne Wartung, seltener Leitern und Deckenmontage.
- Blitzgeräte und Taschenlampen. Hohe Ströme, bei denen die Spannung nicht einbrechen darf.
- Geräte, die selten benutzt werden. Die geringe Selbstentladung sorgt dafür, dass die Batterie nach Jahren noch einsatzbereit ist.
Zwei Punkte zur Abgrenzung: AA FR6 ist eine Lithium-Eisensulfid-Zelle mit 1,5 Volt und ersetzt eine normale AA-Alkaline direkt. CR123A ist eine Lithium-Zelle mit 3 Volt in eigener Bauform und lässt sich nicht durch AA ersetzen. Lithium-Batterien dieser Bauart sind nicht wiederaufladbar.
Akkus rechnen sich, sobald ein Gerät mehr als etwa fünf bis zehn Batteriesätze pro Jahr verbraucht. Ein NiMH-Akku lässt sich mehrere hundert Mal laden. Wer Akkus in Geräten einsetzt, die tatsächlich oft laufen, spart nach kurzer Zeit Geld und produziert deutlich weniger Abfall. Für selten genutzte Geräte bleiben Einwegbatterien die praktischere Wahl.
Akkus sinnvoll bei: Funkmäusen und Tastaturen, Spielzeug mit Motor, Blitzgeräten, Gaming-Controllern, Kinderzimmergeräten, allem mit täglichem Einsatz.
Einwegbatterien sinnvoll bei: Rauchmeldern, Wanduhren, Türgongs, Notfallausrüstung, Fernbedienungen, Geräten im Keller oder Ferienhaus.
Der Grund ist die Selbstentladung. Klassische NiMH-Akkus verlieren im Lager spürbar Ladung, ein Rauchmelder mit Akku wäre nach Monaten leer, ohne je gepiept zu haben. Moderne vorgeladene NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung entschärfen dieses Problem, ersetzen aber keine Lithium-Batterie in einem sicherheitsrelevanten Gerät.
Ein Zwischenweg sind wiederaufladbare Li-Ion-Zellen mit USB-C-Anschluss. Sie liefern konstante 1,5 Volt wie eine Alkaline-Batterie und werden ohne separates Ladegerät geladen.
Weil die Zellchemie es so vorgibt, und für die meisten Geräte ist das kein Problem. Nickel-Metallhydrid liefert bauartbedingt eine Nennspannung von 1,2 Volt, Alkaline 1,5 Volt. Der scheinbare Nachteil relativiert sich in der Praxis, weil eine Alkaline-Batterie ihre 1,5 Volt nur ganz am Anfang hält und danach kontinuierlich abfällt.
Ein NiMH-Akku bleibt über fast die gesamte Entladung nahe bei 1,2 Volt und fällt erst am Ende steil ab. Über die Nutzungsdauer gemittelt liegen beide Zellen deshalb dichter beieinander, als die Nennspannung vermuten lässt. In Motoren, Blitzgeräten und anderen Verbrauchern mit hohem Strom ist der Akku dem Alkaline sogar überlegen, weil er weniger Innenwiderstand hat.
Probleme entstehen nur bei Geräten, die eine Entladewarnung anhand der Spannung berechnen. Einige Kameras und Messgeräte melden dann früh "Batterie leer", obwohl der Akku noch Reserve hat. Auch manche Geräte mit Ladezustandsanzeige zeigen dauerhaft einen niedrigen Wert.
Wenn Sie in einem solchen Gerät konstante 1,5 Volt brauchen, sind wiederaufladbare Li-Ion-Batterien mit integrierter Spannungsregelung die Alternative. Sie liefern über die gesamte Laufzeit 1,5 Volt.
Vorgeladen heißt: sofort einsatzbereit ohne erstes Aufladen. Geringe Selbstentladung heißt: der Akku behält seine Ladung auch über Monate im Schrank. Beide Eigenschaften gehören technisch zusammen und beschreiben eine Weiterentwicklung klassischer NiMH-Akkus.
Herkömmliche NiMH-Akkus verlieren pro Monat einen erheblichen Teil ihrer Ladung. Wer sie im Frühjahr geladen und im Sommer eingesetzt hat, fand ein leeres Fach vor. Akkus mit geringer Selbstentladung, im Handel auch als "ready to use" oder "LSD" bezeichnet, behalten dagegen nach einem Jahr Lagerung noch einen Großteil ihrer Kapazität.
Was das im Alltag bedeutet:
- Sie können den Akku wie eine Batterie im Vorrat halten.
- Der Akku eignet sich auch für Geräte, die nur gelegentlich genutzt werden, etwa Kameras oder Taschenlampen.
- Die maximale Kapazität liegt geringfügig unter der klassischer NiMH-Akkus. Wer täglich lädt und entlädt, verliert damit ein wenig Laufzeit, alle anderen gewinnen deutlich.
MediaRange führt vorgeladene NiMH-Akkus mit 800 mAh in Micro AAA und 2.000 mAh in Mignon AA.
In der Zelle steckt ein Lithium-Ionen-Akku plus zwei kleine Elektronikbausteine: ein Wandler, der konstante 1,5 Volt ausgibt, und eine Ladeschaltung mit USB-C-Buchse. Sie laden die Batterie also direkt mit einem gewöhnlichen USB-C-Kabel, ganz ohne Ladegerät und ohne Ladeschacht.
Die praktischen Unterschiede zu NiMH-Akkus:
- Konstante Spannung. 1,5 Volt über die gesamte Laufzeit statt 1,2 Volt. Geräte mit Batteriestandsanzeige zeigen dadurch realistische Werte.
- Kein Ladegerät nötig. Jedes USB-C-Netzteil, jede Powerbank und jeder Laptop-Port genügt.
- Sehr geringe Selbstentladung. Auch nach längerer Lagerung noch einsatzbereit.
- Angabe in mWh. Bei diesen Zellen ist die Energiemenge in Milliwattstunden die aussagekräftigere Angabe, weil die Spannung anders liegt als bei NiMH. Ein direkter mAh-Vergleich mit NiMH-Akkus führt in die Irre.
Zu beachten: Die eingebaute Elektronik braucht Platz, deshalb liegt die nutzbare Kapazität unter der eines gleich großen NiMH-Akkus. Und wenn die Zelle leer ist, fällt die Spannung nicht langsam ab, sondern das Gerät schaltet praktisch ohne Vorwarnung aus.
MediaRange bietet USB-C-Akkus in Mignon AA mit 2.100 mWh und in Micro AAA mit 750 mWh an.
Batterien laufen aus, wenn sie tiefentladen werden, im Gerät verbleiben oder überhitzen. Dabei bildet sich im Inneren Gas, der Überdruck sprengt die Dichtung, und die alkalische Elektrolytflüssigkeit tritt aus. Die weißen Kristalle am Kontakt sind Kaliumhydroxid, also eine Lauge, keine Säure.
So beugen Sie vor:
- Nehmen Sie Batterien aus Geräten, die Sie längere Zeit nicht benutzen.
- Wechseln Sie immer alle Zellen eines Geräts gleichzeitig aus.
- Mischen Sie keine Marken, Chemien oder Ladezustände.
- Lagern Sie Batterien kühl und trocken, nicht in der Nähe von Heizungen.
- Entfernen Sie leere Batterien sofort, statt sie im Gerät zu lassen.
Wenn eine Batterie bereits ausgelaufen ist:
- Ziehen Sie Handschuhe an und vermeiden Sie Haut- und Augenkontakt. Bei Kontakt gründlich mit Wasser spülen, bei Augenkontakt ärztlich abklären lassen.
- Entnehmen Sie die Batterie und geben Sie sie in die Batteriesammlung.
- Entfernen Sie die Kristalle trocken mit einem Wattestäbchen oder einer Bürste. Ein Tropfen Essig oder Zitronensaft neutralisiert Reste, danach unbedingt trocken nachwischen.
- Lassen Sie das Batteriefach vollständig trocknen, bevor Sie neue Zellen einsetzen.
- Sind die Kontakte stark korrodiert, lohnt die Reparatur meist nicht mehr.
Kühl, trocken und in der Originalverpackung, aber nicht im Kühlschrank. Ideal sind etwa 10 bis 25 Grad bei normaler Luftfeuchtigkeit. Der Kühlschrank bringt keinen messbaren Vorteil und schadet eher, weil sich beim Herausnehmen Kondenswasser an den Kontakten bildet und Korrosion begünstigt.
Die vier wichtigsten Regeln:
- In der Verpackung lassen. Lose Zellen in Schubladen können sich an Münzen, Schlüsseln oder Büroklammern kurzschließen. Bei Lithium-Zellen kann das gefährlich werden.
- Pole abkleben. Wenn Sie einzelne Zellen ohne Verpackung lagern, kleben Sie die Pole mit Klebeband ab. Für Altbatterien vor der Entsorgung gilt das ebenfalls.
- Nicht neben Wärmequellen. Heizung, Fensterbank, Auto im Sommer, alles schlecht.
- Getrennt von Kindern. Besonders bei Knopfzellen.
Für Akkus gilt eine Besonderheit: Lagern Sie NiMH-Akkus nicht dauerhaft vollständig entladen, das schadet der Zelle. Ein Ladezustand von etwa der Hälfte ist für die Lagerung günstig. Vorgeladene Akkus mit geringer Selbstentladung können Sie dagegen geladen einlagern und bei Bedarf sofort verwenden.
Meist ja, aber mit reduzierter Kapazität und höherem Auslaufrisiko. Das aufgedruckte Datum ist kein Verfallsdatum, sondern eine Zusicherung des Herstellers, dass die Zelle bis dahin einen Großteil ihrer Nennkapazität behält. Danach verliert sie langsam weiter Energie, wird aber nicht schlagartig unbrauchbar.
Grobe Orientierung zur Lagerfähigkeit ab Produktion:
- Lithium-Zellen (CR, FR): am längsten, häufig zehn Jahre und mehr
- Alkaline: mehrere Jahre bis rund ein Jahrzehnt, je nach Baugröße
- Zink-Kohle: deutlich kürzer
- NiMH-Akkus: kein Haltbarkeitsdatum im selben Sinne, entscheidend sind Ladezyklen und Lagerbedingungen
Wo Sie abgelaufene Batterien trotzdem nicht einsetzen sollten: in Rauchmeldern, Notfallgeräten, medizinischen Geräten und überall dort, wo ein Ausfall Folgen hat. Und in teuren Geräten, die Sie nicht durch eine auslaufende Zelle riskieren wollen.
Sichtprüfung vor dem Einsetzen: Zellen mit Verfärbungen, Ausblühungen, aufgewölbtem Mantel oder feuchtem Film gehören nicht ins Gerät, sondern in die Sammelbox.
Zuverlässig geht das nur mit einem Multimeter, und zwar unter Last. Ohne Belastung zeigt selbst eine weitgehend leere Alkaline-Zelle noch eine passable Spannung an. Aussagekräftig wird die Messung erst, wenn die Batterie dabei Strom liefern muss.
Richtwerte für eine 1,5-Volt-Alkaline-Zelle bei einer Messung ohne Last:
- über 1,4 V: voll
- 1,3 bis 1,4 V: gut
- 1,2 bis 1,3 V: nachlassend, für sparsame Geräte noch brauchbar
- unter 1,1 V: leer
Bei NiMH-Akkus gelten andere Werte, weil die Nennspannung 1,2 Volt beträgt. Hier ist unter 1,0 Volt der Bereich, in dem der Akku als entladen gilt. Bei 3-Volt-Lithium-Knopfzellen ist der Übergang deutlich schärfer: Unter etwa 2,7 Volt ist die Zelle für die meisten Geräte am Ende.
Zum verbreiteten Hüpftest, bei dem man eine AA-Zelle aus wenigen Zentimetern fallen lässt: Er beruht darauf, dass sich das Zellinnere beim Entladen verändert. Als grobe Unterscheidung zwischen voll und tiefentladen funktioniert er halbwegs, für alles dazwischen ist er unbrauchbar. Wer regelmäßig sortiert, ist mit einem einfachen Batterietester besser bedient.
Nein. Tauschen Sie immer alle Zellen eines Geräts gleichzeitig gegen Zellen desselben Typs und derselben Marke. Das ist keine Herstellerempfehlung aus Verkaufsinteresse, sondern hat einen konkreten technischen Grund.
In einem Gerät mit mehreren Zellen sind diese in Reihe geschaltet, es fließt also durch alle derselbe Strom. Die schwächste Zelle ist zuerst leer, wird von den übrigen aber weiter belastet und dabei umgepolt. Diese Tiefentladung mit Umpolung führt zu Gasbildung im Inneren, und genau daraus entsteht eine ausgelaufene Batterie.
Dasselbe gilt für:
- Verschiedene Chemien. Alkaline und Zink-Kohle oder Alkaline und Lithium gehören nicht zusammen in ein Fach.
- Batterien und Akkus gemischt. Unterschiedliche Spannungslagen, unterschiedliche Entladekurven.
- Verschiedene Marken. Auch bei gleicher Chemie unterscheiden sich Kapazität und Innenwiderstand.
- Akkus mit unterschiedlichem Ladezustand oder Alter. Halten Sie Akkusätze zusammen und laden Sie sie gemeinsam.
Praktischer Tipp: Beschriften Sie Akkusätze mit einem wasserfesten Stift, damit sie zusammenbleiben.
Altbatterien gehören niemals in den Hausmüll, sondern in die Sammelboxen des Handels oder zum Wertstoffhof. Jeder Händler, der Batterien verkauft, ist zur unentgeltlichen Rücknahme verpflichtet, unabhängig davon, wo Sie die Batterie gekauft haben. Das gilt für Supermärkte, Drogerien, Elektromärkte und den Onlinehandel gleichermaßen.
Vor der Abgabe:
- Kleben Sie bei Lithium-Batterien und Knopfzellen die Pole mit Klebeband ab. Restspannung kann in der Sammelbox zu Kurzschlüssen und Bränden führen.
- Sammeln Sie Altbatterien nicht lose in einer Schublade, sondern in einem geschlossenen Behälter.
- Geben Sie beschädigte oder aufgeblähte Zellen getrennt ab und weisen Sie die Annahmestelle darauf hin.
Warum das wichtig ist: Batterien enthalten Metalle wie Zink, Nickel, Mangan, Kobalt und Lithium, die sich zurückgewinnen lassen. Gelangen sie in den Hausmüll, sind diese Rohstoffe verloren und gelangen Schadstoffe in die Umwelt. Das durchgestrichene Mülltonnensymbol auf jeder Batterie weist auf diese Sammelpflicht hin.
Batterien aus fest verbauten Geräten, etwa Powerbanks oder Kopfhörern, gehören nicht in die Batteriesammlung, sondern als Elektroaltgerät zur Sammelstelle für Elektroschrott.